Der Beckenboden steht in direkter Verbindung mit den Meridianen von Dickdarm, Dünndarm, Niere und Blase. Es ist ein energetisches System, das keine Kälte mag.
Das klingt in der westlichen Welt zuerst befremdlich, ist aber bei genauer Betrachtung auch bei uns traditionell verankert und evidiert.
Bei Bauchweh legen wir Wärme auf, die Nieren sollen wir warm halten und die Blase sollen wir uns nicht verkälten.
In der TCM führen kalte Füße zu Nieren, Blasen - und Prostataproblemen, Kinderlosigkeit. Stress lässt Hitze nach oben steigen, wodurch unten Kälte entsteht, die zu verschiedenen urogenitalen Problematiken führen kann. Gestaute Emotionen schaffen Beckenbodenprobleme. Physiologisch stellte man in der Beckenbodentherapie hier einen erhöhten Muskeltonus fest, der zu verschiedenen Leiden mit dem Beckenboden führen kann.
In der TCM gilt Feuchtigkeit als blockierender Faktor. Daran sind hochenergetische Lebensmittel wie Zucker und Mehl, aber auch unsere nicht enden wollenden Grübeleien schuld, die Feuchtigkeit hochfahren. Bewegung ist der größte Gegenspieler der Feuchtigkeit. Westlich betrachtet ist es so zu verstehen: viele hochkalorische Lebensmittel führen dazu, dass wir verstärkt schwitzen durch verschiedene Prozesse im Körper, zeitgleich lässt uns Stress schwitzen. Bewegung baut Kohlenhydrate ab und eben auch den Stress. Feuchtigkeit gehört tcm betrachtet zur Kälteproblematik, weswegen hier eine Saunakur definitiv nicht angeraten wird, da sie das Schwitzen, sprich die Feuchtigkeit, noch verschärft.
Hingegen helfen warme Fußbäder ungemein, denn die Kälte sitzt unten, während der Kopf glüht vor Gedanken oder Energie, den Kohlenhydrate sind Hauptenergielieferanten des Gehirns. Diese Fußbäder unterstützen zudem unser Immunsystem immens, können regelmäßig angewendet den Beckenboden stärken und die Erkältungen fernhalten.
Auch warme Nahrung heilt und unterstützt die Nieren und damit den Beckenboden. Da Südfrüchte eher kühlenden Wirkungen haben, sollte man sie daher im Winter eher meiden. Regionales Essen ist also nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch physiologisch.
Die in die Mode gekommene Eistonne ist in der TCM untragbar und bereits Kneipp wusste: Keine Kälte auf Niere und Blase. Soweit ist es also nicht weg von unseren Verständnis der Gesundheit. Mit Kälte unten beginnt jede Erkrankung laut TCM und man behauptet ab 40 Jahren wird abgerechnet. Da ich dieses Alter schon längst erreicht habe: ja, da ist was dran. Kopf kühl, Füße warm, macht den besten Doktor arm...ihr kennt den Spruch?
Für uns Frauen ist wichtig zu wissen, dass der Milzmeridian die Regellänge reguliert, welche mit 3 Tagen als gut gilt. Die Leber hingegen regelt die Zykluslänge. Sollte es hier zu Auffälligkeiten kommen, kann die Arbeit an Leber- und Milzmeridian sehr hilfreich sein.
Auch ich durfte hier erleben und auch selbst erfahren, dass es heilend wirkt, diesen Meridianen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Insbesondere der Lebermeridian sorgt auch für unsere Nacken- und Schulterregion, die physiologisch mit dem Beckenboden zusammenhängen.
Besonders YinYoga nebst den oben genannten Vorgehensweisen unterstützt uns in unserer Beckenbodengesundheit, so durfte ich in der Praxis schon so oft erleben, wie es zu einem echten Game-Changer wurde.
Nichtsdestotrotz erübrigt es uns nicht größere Probleme mit fachmännischer Unterstützung durch qualifizierte Physiotherapeut*innen und Ärzt*innen zu besprechen.
Ihr Lieben: Unterschätzt nicht den Einfluss unseren Nervensystems und unserer myofaszialen Leitbahnen/ Meridianen auf unsere Beckengesundheit.
Eure Grübelei könnt ihr durch Meditationen und Achtsamkeitsübungen regulieren. Das geht, ich zeig euch gerne wie bei einer YinYogaStunde. Ich hab es auch hinbekommen, das schafft ihr auch und es wird euch gut tun.
